Wynn Resorts startet Bau von 5,1 Mrd. Dollar Casino-Projekt in den VAE

Wynn Resorts und Marjan haben am Al Marjan Island den Spatenstich für das Janu-Resort gesetzt, das direkt neben dem 5,1 Milliarden US-Dollar teuren Casino entsteht.
Die Wüste bebt, und das liegt nicht am Klima, sondern an den schweren Baumaschinen auf Al Marjan Island. Am Montag, dem 27. Juli, haben Wynn Resorts und der lokale Partner Marjan offiziell den ersten Spatenstich für das Janu Al Marjan Island vollzogen. Dieses neue Projekt ist nicht einfach nur ein weiteres Hotel, sondern die strategische Ergänzung zum gigantischen Wynn Al Marjan Island. Während das eigentliche Resort mit dem Casino bereits für Aufsehen sorgt, soll die Marke Janu, die zur Aman Group gehört, das Luxussegment für eine modernere Klientel abrunden. Es ist ein mutiger Schritt in einer Region, die sich erst seit kurzem dem regulierten Glücksspiel öffnet.
Wer in den letzten Jahren die Entwicklung im Nahen Osten verfolgt hat, weiß, dass Ras Al Khaimah hier eine Vorreiterrolle einnimmt. Die Zusammenarbeit zwischen dem US-Giganten Wynn und dem lokalen Entwickler Marjan ist bereits das zweite Joint Venture dieser Art auf der Insel. Man spürt förmlich, wie hier eine neue Glücksspiel-Metropole aus dem Boden gestampft wird, die langfristig mit Orten wie Macau oder Las Vegas konkurrieren könnte. Die offizielle Ankündigung erfolgte zeitgleich über die beruflichen Netzwerke beider Unternehmen und unterstreicht die Bedeutung des Termins für den Zeitplan der gesamten Anlage.
Zahlen und Fakten
Das gesamte Wynn Al Marjan Island Projekt ist mit einem Investitionsvolumen von 5,1 Milliarden US-Dollar eines der teuersten Vorhaben der Branche weltweit. Die Bauarbeiten für das ergänzende Janu-Resort haben nun am 27. Juli 2026 begonnen. Laut den offiziellen Angaben von Wynn Al Marjan Island und Marjan ist die Eröffnung für Anfang 2029 vorgesehen. Dies passt in den breiteren Kontext der Region, in der auch andere Länder aufrüsten. Zum Vergleich: In Vietnam hat die Sun Group gerade ein 2 Milliarden Dollar Projekt in Van Don gestartet, das 214 Spieltische und 2.140 Spielautomaten enthalten soll. Die Zahlen in den VAE dürften diese Dimensionen in Sachen Exklusivität noch übertreffen.
Ein weiterer wichtiger Akteur in den VAE ist die General Commercial Gaming Regulatory Authority (GCGRA). Diese Behörde hat bereits Fakten geschaffen, indem sie The Game LLC eine Lizenz für die erste nationale Lotterie der VAE erteilt hat. The Game LLC ist eine Tochtergesellschaft von Momentum aus Abu Dhabi. Interessant ist hierbei, dass etablierte Betreiber wie Emirates Draw und Mahzooz leer ausgingen, obwohl sie ihre Systeme extra angepasst hatten. Die Auszahlungsraten für die neue Lotterie sollen zwischen 40 % und 60 % liegen, wobei eine Körperschaftssteuer von 9 % anfällt.
Hintergrund
Der Vorstoß von Wynn Resorts ist eng mit der neuen Regulierung in den Emiraten verknüpft. Die Gründung der GCGRA unter dem Vorsitz von Jim Murren im September des Vorjahres war das Startsignal für eine professionelle Überwachung des Marktes. Die Behörde legt großen Wert auf Transparenz und Verbraucherschutz, was in diesem kulturellen Umfeld eine notwendige Voraussetzung für die Akzeptanz von Glücksspiel ist. Janu, die Marke der Aman Group, steht für zeitgenössische Gastfreundschaft und soll eine Brücke zwischen dem klassischen Casino-Publikum und Liebhabern von Wellness und Lifestyle schlagen.
„Die Einführung der VAE-Nationallotterie ist ein entscheidendes Ereignis, das nicht nur die Etablierung eines disziplinierten, erstklassigen Regulierungsrahmens markiert, sondern auch unser Engagement für die Pflege eines sicheren und bereicherten kommerziellen Gaming-Umfelds unterstreicht.“ - Jim Murren, Vorsitzender der GCGRA
Was heißt das für deutsche Spieler?
Für deutsche Urlauber, die gerne in Online-Casinos mit GGL-Lizenz spielen, bedeutet dies eine neue, luxuriöse Reiseoption. Wer in Deutschland unter den strengen Regeln des Glücksspielstaatsvertrags 2021 agiert, kennt das LUGAS-System und die Einzahlungslimits von 1.000 Euro pro Monat. In den VAE wird man ein physisches Erlebnis auf Weltklasse-Niveau finden, das jedoch nichts an der Notwendigkeit ändert, sich auch zu Hause an legale Anbieter zu halten. Deutsche Spieler sollten beachten, dass Gewinne aus dem Ausland steuerrechtlich korrekt behandelt werden müssen, auch wenn die VAE selbst moderate Steuersätze für Betreiber eingeführt haben. Das Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin, das in deutschen Online-Slots gilt, existiert in den physischen Casinos der Emirate natürlich nicht, was für Highroller einen besonderen Reiz ausübt.
Was das für GGL-Casinos heißt
Die Konkurrenz durch globale Mega-Resorts erhöht den Druck auf digitale Anbieter, ihre Exklusivität und den Spielerschutz zu betonen. GGL-lizenzierte Casinos bieten die Sicherheit eines regulierten deutschen Marktes, während Projekte wie in Ras Al Khaimah zeigen, wie wichtig eine staatliche Aufsicht (wie die GCGRA) für die Seriosität ist. Die strikte Trennung zwischen illegalen Angeboten ohne Lizenz und staatlich geprüften Anbietern wird durch solche internationalen Beispiele weltweit gestärkt. Deutsche Betreiber können sich an den hohen Standards für Verbraucherschutz orientieren, die auch die GCGRA nun für den arabischen Raum einfordert.
Quellen & weiterführende Links
- Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de
- Whitelist erlaubter Online-Anbieter: GGL-Whitelist
- BZgA Spielsucht-Hotline: 0800 1 372 700 (kostenlos, anonym, 24/7)
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